Was macht ein Atelier für Schmuck nach Mass?
Schmuck nach Mass ist ein Unikat, das ein Goldschmied nach den Wünschen einer Kundin oder eines Kunden entwirft und anfertigt – vom ersten Entwurf über die Wahl von Metall und Steinen bis zum fertigen Stück.
Am Anfang steht ein Gespräch: Was soll das Stück ausdrücken, wie wird es getragen, welches Budget ist vorgesehen? Daraus entsteht eine Skizze, ein gerendertes CAD-Modell oder ein Wachsmodell. Gute Ateliers zeigen vor der Anfertigung, wie das Stück aussehen wird, und halten fest, welche Änderungen danach noch möglich sind.
Die Anfertigung verbindet je nach Stück mehrere Techniken: Schmieden, Giessen, Löten, Fassen, Gravieren und Oberflächenbearbeitung. Goldschmiedinnen und Goldschmiede EFZ lernen diese Techniken in einer vierjährigen Lehre; für Spezialarbeiten wie das Fassen vieler kleiner Steine oder anspruchsvolle Gravuren arbeiten Ateliers oft mit Edelsteinfassern oder Graveuren zusammen.
Fertiger Schmuck aus Edelmetall muss in der Schweiz mit dem gesetzlichen Feingehalt und einer registrierten Verantwortlichkeitsmarke bezeichnet sein. Für Unikate gilt das genauso wie für Serienschmuck. Bei Stücken, die Edelmetall mit anderen Metallen kombinieren, schreibt das Gesetz eigene Bezeichnungen vor.
Kosten und Abrechnung
Bei Schmuck nach Mass bestimmen Arbeitszeit, Metallgewicht, Steine und Entwurfsaufwand den Preis. Manche Ateliers verrechnen den Entwurf separat und schreiben ihn bei einer Bestellung gut. Das Edelmetall wird oft zum Tageskurs berechnet. Verlangen Sie eine schriftliche Offerte mit Kostendach, wenn der Aufwand noch nicht genau feststeht.